Zeremonien-Marathon

Posted by on 13. April 2015

Der Anlass um einen Bus zu mieten und mit einen ganzen Teil von Wayans Familie ein wahren Marathon über zwei Tage und zu zwei Großen Tempeln und jeweils mehrere Zeremonien zu machen war der Tod und die Verbrennung von Wayans Vater vor gut einem dreiviertel Jahr. Ich hatte sogar vor ein paar Jahren noch das vergnügen gehabt den netten alten Herren kennenlernen zu dürfen. Das war als die Familie die Gelegenheit ergriff zum chinesischen Neujahr ein Festmahl herzurichten, zu dem ich auch eingeladen wurde. Auf meine Nachfrage hin warum Hindus das chinesische Neujahr feiern, bemerkte der Herr des Hauses nur trocken, das man einen Menschen von chinesischer Abstammung in der Familie hätte und so feiere man halt zusammen auch das chinesische Neujahr.

Der frühe Aufsteher erreicht die Zeremonie

Es ist sage und schreibe 4:00 Uhr Morgens und Kadek drängelt mich dazu mich fix fertig zu machen, den der Bus kähme bald. Ich dusche kurz schmeiss mich in Hemd, Sarong und begebe mich nach draußen wo selbst die Hähne um diese Zeit noch schlafen um von mir aus den Träumen gerissen zu werden. Ich bin noch total schlaftrunken und lasse mich im Stokdunkeln von Kadek auf den Beifahrersitz schubsen und bekomme nur mit, das der Bus schon voll ist mit Menschen, wen kann ich nicht erkennen.

Ein heißer Ritt mit dem klapprigen Bus über die halbe Insel später, kommen wir bei Sonnenaufgang am Pura Luhur bei Batukaru an. Hierbei handelt es sich um eine Tempelanlage die aus mehren Teilen besteht, ein Teil liegt direkt an einem kleinen See gelegen, ein anderer ist der Zentral gelegene Teil und einer befindet sich auf der anderen Seite des Zentral gelegen Teils. Am See ging es auch gleich nach Sonnenaufgang los mit dem ersten Teil des Tages, danach in den rechts gelegenen Teil der Tempelanlage und danach wurde im zentralen Teil eine Zeremonie abgehalten. Das erforderte reichlich Sitzfleisch von mir, da so eine Zeremonie schon ganz schön dauern kann und ich als Europäer bin es einfach nicht gewohnt auf meinem Hintern, im Schneidersitz, auf Steinfußboden still da zu sitzen. Ich tat mein bestes unbemerkt mal die eine Pobacke, dann die andere mal mehr zu belasten und mal dezent das linke, und mal das rechte Bein über das andere zu schlagen. Dabei stellte ich fest das ich die meisten der Menschen mit denen ich im Dunkeln den Bus teilte, bereits kannte und zwar von der oben genannten Neujahrsfeier.
Es waren auch noch viele andere Menschen dort, die wie ich vermutete aus ähnlichem Anlass hier her gefunden hatten. Nach reichlich viel Reis im Gesicht, im Mund und auf dem Kopf, noch viel mehr Tirta (heiligem Wasser) und lauter bunten Blüten in den Haaren und hinter den Ohren, hatten wir dann den Teil hinter uns gebracht. Ich war zugegebener Maßen etwas stolz auf mich, denn ich hatte alles ohne Patzer überstanden. Anschließend war dann “Frühstücken” angesagt (Da war es allerdings bereits Mittags).
Es war bereits früher Nachmittag als wir uns dann wieder auf den Rückweg nach Padangbai machten.

Puh geschaft! Nicht ganz, am nächsten Morgen heist es nochmal früh aufstehen!

Diesmal durfte ich gnädiger Weise bis um 4:30 Uhr schlafen,da der Weg diesmal nicht ganz so weit währe. Wozu man allerdings erwähnen muß das der Weg zum Pura Pasar Agung, unserem jetzigem Ziel schon als sehr aufregend zu bezeichnen ist. Es handelt sich dabei um den zweitgrößten Tempel des Gunung Agung (der größte ist der Muttertempel Besakih). Die Anfahrt zum Pura Pasar Agung ist sehr steil und der Bus hat richtig Mühe damit uns (es waren alle vom Vortag wieder mit dabei) den Hang hinauf zu schleppen. Auf den Parkplatz angekommen, mussten wir um zum Tempel zu gelangen, uns noch eine steile Treppe eine ganzes Stück den Berg hinaufbegeben, da die Sonne zu dieser Zeit gerade aufging und wir einen recht klaren Himmel hatten, war die Aussicht der pure Wahnsinn. Die Spitze des Gunung Agung sah zum greifen nah aus, und man konnte rüber bis nach Lombok sehen.
Nach dem wir hier auch drei Zeremonien hinter uns gebracht hatten, gab es wieder verspätetes “Frühstück” und wir waren um ca. 15:00 Uhr wieder zurück in Padangbei.

Zeremonie im Pura Luhur

Zeremonie im Pura Luhur

One Response to Zeremonien-Marathon

  1. Ирина

    We as participants of the Vienna City Marathon are part of a major event and experience an atmosphere of enthusiasm, freedom and joy in being alive. We have the chance to pursue our personal goals with the support of spectators, friends and fans who cheer us on and congratulate us on our achievement.

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