Toilette mal exotisch

Posted by on 8. November 2011

 

Die etwas andere Toilette

Sicher haben sie auch schon mal auf einer etwas längeren Autoreise eine dieser Autobahn-Toiletten aufsuchen müssen, um ihrer Notdurft nachgehen zu können.
Das kennt doch jeder und so richtig wohl fühlt sich dabei wohl auch niemand.
Es richt nicht gut und wirklich sauber sieht es selbst dann nicht aus, wenn direkt vor einem die reinigenden guten Geister, da gewesen sind.
Wer schon einmal in Frankreich war, kennt dann auch die französische Variante solcher Toiletten. In denen es keine Toilettenschüssel gibt, sondern ein Loch aus Keramik über das man sich hockt.
Viele halten das, und die Plastik-Baustellen-Toilettenhäuschen, schon für den absoluten Notdurft Horror. Aber nach diesem Beitrag werden sie mir zustimmen, es geht noch viel schlimmer ;-)

Das “Kamar Mandi”, oder auch “die Indonesische Toilette”

Eigentlich steht der Begriff Kamar Mandi wohl eher für das indonesische Badezimmer.
Das besteht meistens aus einem ähnlichen Keramik-Loch wie in Frankreich und einem Becken mit Wasserhahn (gemeint ist kein Waschbecken im westlichen Sinne, sondern eher sowas wie ein Kleiner Mini-Swimming-Pool). Ganz wichtig ist die richtige Nutzung, denn man steigt nicht in das Becken rein sondern stellt sich daneben und schöpft das Wasser mit einer Kelle aus dem Becken und übergießt sich dann damit um sich zu waschen.
Die meisten Hotels auf Bali haben sich ihren westlichen Gästen angepasst und haben Badezimmer und Toiletten westlichen Stiels. Wenn man allerdings in öffentliche Häusern oder in sogenannten Homestays in die sanitären Einrichtungen schaut, wird man wohl meist in ein Kamar Mandi schauen.

Eine Toilette wie man sie in Europa nicht kennt

Auf einer Rucksack-Reise durch China bin ich den bisherigen Rekordhaltern meiner Exotischen Örtchen Hitliste begegnet und das möchte ich ihnen, meine verehrten Lesern, nicht vorenthalten.

Der Zweite Platz geht an eine öffentliche Toilette in der nähe der alten Peking Oper in Pekings Zentrum. Hier gibt es kein Licht, keine Türen, keine Waschbecken um sich die Finger zu waschen, anfassen sollte man hier sowieso grundsätzlich nichts, da es auch kein Toiletten-Papier gibt schmieren die Pekinger ihren Dreck an die Wände (sind total braun).
Wer denkt das sowas nicht noch zu toppen geht, der wird jetzt eines besseren belehrt, denn jetzt kommt Platz Eins meines Rankings.

Platz eins geht an eine Toiletten am Stadtrand von Guilin. Diese Toilette führt Touristen, dank vieler Schilder, zu einem kleinen Häuschen, wo es eine Toilette für Damen und eine für Herren gibt. Hier findet man (wie sollte es anders sein) auch kein Toilettenpapier, kein Waschbecken usw. vor. Was hier den Ausschlag fürs Ranking gibt, ist auch nicht der halbe Yuan den die Toilettenfrau nimmt, sondern das was einen beim betreten der Toilette erwartet. Es ist ein Riss im Boden, der offensichtlich nach einem Erdbeben entstanden ist. Hier gibt es nicht einmal das Keramik-Loch, ja noch nicht einmal sowas wie ein Abfluss-Rohr, hier wird in den Graben geschissen. Da stellt sich doch die Frage: “Was ist wenn der Riss langsam sich füllt?” Ich vermute mal das es bis dahin, entweder ein neues Beben gab und der Riss noch tiefer wurde, oder es wird einfach zugeschüttet und das Toilettenhäuschen kommt woanders hin.

Ein wohl verdienter Platz eins.

Da bleibt mir nur noch euch zu sagen: “Bleibt sauber!”

 

 

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