Penglipuran

Posted by on 24. August 2013

Penglipuran

Ein traditionelles balinesisches Dorf wird “Konserviert” und zur Touristenattraktion!

 

Penglipuran sagt Herzlich Willkommen

 

 

Meine Reiseführer (und ich habe fast alle die es gibt) geben noch keine Infos über dieses Dorf her, das dürfte sich allerdings bestimmt bald ändern, denn dieses Dorf in der Region Bangli nahe der Stadt Kubu und dem Kehen Tempel, wurde systematisch auf große Touristenströme vorbereitet. Der Parkplatz ausgebaut, ein Ticketschalter eingerichtet, die Wege gereinigt, herausgeputzt und mit Blumen verschönert.

 

 

Die Dorfbewohner haben sogar eine Idee entwickelt wie sie den Besuchern einen Einblick in die traditionellen Familienanwesen verschaffen können, es werden am Eingang Zettel mit Hausnummern, die Familie der Hausnummer die man bekommt, darf man dann besuchen. So erhält nur der Besuch, der auch besucht werden möchte und das auch nicht im Übermaß. Der steigende Tourismus hat auch dazu geführt das einem auf jedem Hof inzwischen irgendwas zum kaufe angeboten wird, allerdings noch nicht so aufdringlich wie an anderen Orten Bali´s. Die Familien sind sehr Gastfreundlich und führen einen in ihrem Zuhause herum und beantworten auch neugierige Fragen, allerdings verstehen noch nicht alle Englisch, mein Glück war das ich einen Balinesen dabei hatte, Kadek, er konnte übersetzen. Ein Zeichen dafür das hier der Tourismus noch nicht zu tiefen Veränderungen geführt hat, ist das die Einheimischen noch nicht das typische Balinesische Business-Englisch sprechen.

 

altes balinesisches Haus als Besichtigungs Objekt Die Kochstelle mitten im Haus Die bewohnerin des alten Hauses

 

Balis traditionelle Anwesen haben nicht nur eine Hausnummer

 

 

An den Grundstücks Eingängen sind Tafeln angebracht mit dem Namen der Familie und der Anzahl der Frauen und Männer die hier leben.

 

Wer mal einen Einblick in ein traditionelles balinesisches Dorf haben möchte kann sich ja mal Penglipuran anschauen, auch wenn man in Gegenden wo es noch kein Tourismus gibt so ein traditionelles Dorf ohne “kleinen Eintritt” sich anschauen kann, obgleich die dann nicht ganz so “herausgeputzt” sind. Bei aller Gastfreundschaft der Balinesen, kann es sein das sie in den abgelegenen Dörfern Fremden gegenüber zunächst ziemlich distanziert sind. Ja sie schauen zuerst einmal durch einen durch als sei man nicht existent. Sind sie dann aber aufgetaut sind sie an Herzlichkeit nicht mehr zu überbieten. Fragt sich nur aus welchem Grunde wurde Panglipuran so “präpariert”, ist es Angst das es irgendwann keine traditionellen Dörfer mehr gibt, oder nur eine Idee von balinesischen Tourismus Managern um einen weiteren Ort zu haben wo sie Touristen “Hinkarren” können? Mit Sicherheit wohl ein bisschen von beidem. Wer recht haben wird, wird sich in der Zukunft zeigen.

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