Gunung – Agung

Posted by on 2. Juli 2012

Aufstieg zum Sitz der Götter

Eingang zum Pura Pasar Agung
Das mit dem Sitz der Götter ist ernst zu nehmen, oder wie würden Sie es finden wenn ein Japaner meint er möchte gerne mal über den Altar in Ihrer Kirche klettern? Bestimmt nicht lustig! Hier zeigt sich mal wieder wie Gastfreundlich die Balinesen sind, denn sie erlauben es Touristen ihren heiligen Berg zu betreten, unter bestimmten Voraussetzungen zumindest. Der Gunung Agung ist der höchste Berg der Insel und ist vulkanischen Ursprungs. Zuletzt ist der Gunung Agung 1963 ausgebrochen, die Folgen davon sind noch heute zu sehen haben aber, wunderlicher Weise, oder auch nicht, den Pura Besakih verschont. Kadek war so freundlich und erklärte mir die No-go´s! Als erstes sollte man auf jeden Fall in Erfahrung bringen ob in den beiden Tempeln Pura Pasar Agung und Pura Besakih keine religösen Zeremonien anstehen, denn während einer solchen ist es absolut untersagt oberhalb der Tempel rum zu klettern und wer sich ein wenig mit der Kultur der Balinesen auskennt kann sich schon denken warum. Es wäre absolut respektlos dem Prister und den “Spirits” gegenüber wenn man während Sie mit einander kommunizieren auf Ihrer Verbindung (dem Berg) rumzutrampeln. Auf jeden Fall sollte man auch das Geld für einen Führer ausgeben, da die Wege auf den Berg sehr verzweigt sind und man sonst sich verirren könnte und es nicht mehr vor Sonnenuntergang zurück schaft. Die Führer wissen auch immer sehr genau bescheid über anstehende Zeremonien. Es gibt wie schon erwähnt zwei große Tempel direkt am Gunung Agung und jeder ist der Ausgangspunkt einer Route den Berg hoch.

Südroute

Der Pura Pasar Agung liegt am südlichen Hang und die Route führt Richtung Norden bis fast zum Gipfel hinauf. Die Südroute ist ziemlich steil und kürzer als die Westroute vom Pura Besakih. Auch der Pura Pasar Agung ist mit einem Auto oder Motorrad nicht leicht zu erreichen, eine abenteuerlich steile und schmale Straße führt den gewöhnlichen westlichen Autofahrer schnell an seine Grenzen. Der Tempel entschädigt aber alle mal mit einem spektakulären Blick über den südlichen Teil der Insel und mit einer ruhe die vom Tempel ausgeht. Wer in der Regensaison auf Bali Urlaub macht wird des öfteren leider eine ziemlich bewölkte Sicht haben und Nusa Penida nur als Umriss erkennen können, meist ist im Osten der Gunung Rinjani, der höchste Vulkan von Lombok zu erblicken. Auf- und Abstieg vom und zum Pura Pasar Agung dauern ca. 8 Std.

Die Westroute

Ausgangspunkt ist der Pura Besakih, die Mutter der balinesischen Tempel, gemeint ist bestimmt nicht das es der älteste, auch wenn sehr alt, sondern eher das es der wichtigste und heiligste Tempel von Bali ist. Das Areal ist in drei Hauptheiligtümer, dreizig Nebentempel und ca. 200 Bauwerken gegliedert. Der Eintritt in das innere des Besakih Tempels ist nur Balinesen gestattet, da sich Tag für Tag einfach zu viele Touristenströme über diese Anlage ergießen. Von einem Aussichtspunkt im Norden hat man einen guten Überblick über die Anlage. Nicht nur dieser Tempel ist von Touristen mehr frequentiert als der Pasar Agung, auch die Westroute ist deutlich mehr überlaufen. Die länge dieser Route ist ca. 12-14 Std. für Auf- und Abstieg und damit ist sie ist nicht so steil, aber dafür deutlich länger als die Südroute. Dennoch sollte man auch diese Route nicht ohne einen Führer machen.

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