Bali Architektur

Posted by on 10. September 2012

 

Bali Stil – Die balinesische Fusionsarchitektur

 

Die balinesische Architektur ist geprägt von traditionellen Formen, natürlichen Materialien und kulturellen Ursprüngen. Von Hotels und Ausländern wird dies gerne adaptiert. Dennoch gibt es sehr große Unterschiede zwischen der traditionell balinesischen und der sogenannten “Bali-Stil” Architektur.

 

Die traditionelle Architektur

 

So locker, leicht, charmant und harmonisch wie die Balinesen sich geben, so ist auch deren Architektur. Die Luftige, offene Bauweise mach eine Klimaanlage regelrecht überflüssig.
Überdachte Terrassen und offene Wohnräume, lichte Dächer aus Bambus und Gras, kleine schön Türen, Verzierungen an Pfeilern und Dächern und die in Stein gehauenen Verzierungen um Fenster und Türen harmonisieren mit der Landschaft von Bali und bringen die Natur so nah das sie beinahe zur Erweiterung des Wohnzimmers wird. Die Häuser sind zu Familien-Höfen oft auch Mehr-Familien-Höfen zusammengefasst und werden von einer Mauer umgeben an deren Eingang eine kleine Mauer den Blick in den Innenhof versperrt. Die mauer soll allerdings nicht die Blicke neugieriger abhalten sondern verhindert das Eindringen böser Geister. Die, so glauben die Balinesen, nicht um die Ecke der Mauer kommen können. Die Küche, das Vorratshaus, das Bad, die Toilette und auch der Familientempel befinden sich separiert von einander und den Wohnhäusern, kein Balinese würde gerne die Toilette direkt neben oder in der nähe seines Bettes haben wollen. Der Innenhof ist meist aus gestampften Boden und wird jeden Morgen und Abend gefegt. Pflanzen im Innenhof sind meist Blumen oder Blütenpflanzen die die Blüten für Zeremonien liefern. Ein Bale (der traditioneller Pavillon) dient als Versammlungsort der Familie und als Empfangsort von Besuch.

 

Die Fusionsarchitektur im Bali-Stil

 

Der Bali-Stil bezeichnet das was Hotels oder auf Bali lebende Ausländer unter balinesischem Wohnstil verstehen. Die Häuser sind ebenfalls sehr luftig gebaut, die Badezimmer sind sehr offen und grenzen meist an das Schafzimmer an und sind im Westlichen Stil eingerichtet (siehe auch meinen Beitrag über das Kamar Mandi dem Indonesischen Bad), im Hof ist Rasen verlegt und die Pflanzen im Garten sind nicht nach Nützlichkeit für Zeremonien gewählt. Hinterm Haus ist gerne ein Swimming-Pool. Der Ausländer oder das Hotel wählen auch den Standort für Ihre Häuser anders. Als da währen direkt an der Küste, abseits der Dörfer oder gar mitten im Reisfeld, also genau dort wo ein Balinese wohl niemals ein Haus bauen würde. Die Reisfelder sind für den Anbau von Reis, abseits eines Dorfes ist man schon ausgegrenzt und an der Küste sind doch die unheilvollen Geister. So elegant sich der Expath sich auch sein Haus einrichtet, ein Balinese wird sich über all das wundern. Wie kann man nur freiwillig am Meer wohnen, oder direkt neben dem Badezimmer, mit der Toilette, sein Schlafzimmer haben? Der Rasen wird bestimmt einem Balinesen einen Job verschaffen, aber dennoch wird der Balinese über das verlangen des Ausländers nach einem perfekt gestutzten Rasen nur lachen können. Was sollen dann auch noch diese unnützen, nicht essbaren Pflanzen?

 

 

 

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